FAQs

Sind Fledermäuse gefährlich?

Teichfledermaus

Kein Bisschen! Sie sind weder aggressiv, noch wollen Sie uns an den Kragen. Sollte sich einmal ein Tier in Ihre Wohnung verfliegen, lassen Sie es einfach in Ruhe. Es finden den Weg durch offene Fenster ganz von selbst wieder hinaus – selbst wenn es einen Tag bei Ihnen „abhängt“! Sollten Sie schon einmal von der Fledermaus-Tollwut gehört haben: Es gibt sie. Allerdings ist sie recht selten. Demnach empfiehlt sich eine Impfung nur für Fledermausforscher und Fledermausschützer, die ständig engen Kontakt mit Fledermäusen haben. Als Fledermausquartieranbieter brauchen sich darum nicht zu sorgen. Obwohl eine Übertragung sehr unwahrscheinlich ist, empfiehlt das Robert- Koch-Institut, die Tiere nicht mit blossen Händen anzufassen (was sowieso nur offizielle Fledermausspezialisten tun sollten!), bei Kontakt die Hände sofort gründlich zu reinigen, einen Arzt aufzusuchen und das Tier zum Veterinäruntersuchungsamt zu bringen. Sollte es tatsächlich infiziert sein, hilft eine nachträgliche Impfung zuverlässig.

Machen Fledermäuse Dreck?

Genauso wie wir. Allerdings sind ihre Kotkrümel leicht aufzufegen und sogar interessant. Erstens können Sie daran erkennen, dass Sie Untermieter haben und sogar welche Art sich bei Ihnen angesiedelt hat. Zweitens eignen sie sich prima als natürlicher Dünger! Für einen Blumentopf mischen Sie – je nach Grösse – drei, vier Esslöffel unter das Pflanzsubstrat. Im Garten „verfüttern“ Sie die Krümel an besonders hungrige Gemüse wie Zucchini, Kohl oder Tomaten, indem Sie sie um die Gewächse oberflächlich in den Boden einarbeiten. Oder sie geben die Fledermaus-Hinterlassenschaften einfach auf den Kompost!

Darf man Fledermäuse in ihren Quartieren besuchen oder anschauen?

Leider sind die Tiere sehr anfällig gegen Störungen, ganz besonders im Winter. Wenn sie dann aufwachen, verbrauchen sie viel Energie – manchmal zu viel, so das ihr Überleben gefährdet ist. Haben Sie also Verständnis für das Ruhebedürfnis der flotten Flieger!
Es gibt aber auch Ausnahmen. Fledermaus-Spezialisten bieten immer mal wieder Führungen an. Sie wissen, was man den Tieren zumuten kann. Sicher gibt es auch in Ihrer Nähe entsprechende Angebote, die Sie bedenkenlos wahrnehmen können. Ausserdem ist es Ihren Untermietern zuzumuten, dass Sie mit der Taschenlampe tagsüber einmal kurz von unten in den Schlitz von Neudorffs Fledermausquartier hineinzuleuchten – nur, um zu erfahren, ob jemand eingezogen ist. Ist dies der Fall, lassen Sie die Lampe von da an besser aus dem Spiel und beobachten die Nachtjäger lieber beim Ausfliegen in der Dämmerung.

Sprechen Fledermäuse alle die gleiche „Sprache“?

Nein! Jede Art ruft auf ihre eigene Weise. Hätten wir Fledermausohren, hörte sich Abendseglerisch an wie „plip-plop“, Zwergfledermäusisch wie „pipi pupupipipupupupu“, Mausohrisch wie „tek-tek-tek“ und Wasserfledermäusisch wie „tiketetikete. Für ungeübte Fledermausfans ist es jedoch schwierig, die „Sprachen“ auseinanderzuhalten. Am besten schliessen Sie sich einmal einer Batnight-Aktion an!

Kann man Fledermäuse hören?

Abendsegler

Man kann – allerdings brauchen Sie dafür ein „Hörgerät“. Die Ortungsrufe haben Ultraschallfrequenzen, die unsere Ohren nicht wahrnehmen können: Wir hören in Bereichen von 20 Herz bis maximal 20 Kiloherz. Fledermausrufe liegen aber zwischen 18 und 150 Kiloherz. Es gibt jedoch Fledermausdetektoren, welche die Lautäusserungen für uns „übersetzen“. Dabei wird der Ultraschall von Mikrofonen aufgenommen und auf Lautsprecher übertragen.

Was tun, wenn ich eine Fledermaus finde?

Laut Gesetz ist es verboten, Fledermäuse zu fangen oder gar zu halten. Finden Sie allerdings ein verletztes oder sichtlich geschwächtes Tier, darf es von Spezialisten gepflegt werden. Fällt Ihnen ein solches Exemplar auf, melden Sie sich gleich bei einer Fachfrau oder einem Fachmann in Ihrer Nähe. Entweder bei einem Tierarzt, oder bei einem Naturschutzverband wie dem NABU (Naturschutzbund Deutschland). Ausserdem fühlt er sich sicherer, wenn Sie ihn in eine feste, mit Luftschlitzen versehene Schachtel mit Küchenkrepp oder einem gefalteten Frotteehandtuch setzen. Dann ist es für die Fledermaus schön dunkel und sie kann sich in den Tüchern verstecken.

Muss man Neudorffs Fledermausquartier reinigen?

Das brauchen Sie nicht zu tun: Das Quartier ist sozusagen „wartungsfrei“.


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